Das bewegte Bild ist nicht nur Annäherung an die Erschließung von Raum, es ist eigenständiges Medium zur Thematisierung und Wahrnehmung von Raum. Mein Interesse gilt dem Menschen im und mit dem Raum. Der Vorteil von Film sind seine beiden Spuren: Bild und Ton. Ich behandle das Eigenleben dieser beiden Ebenen, wie in einer Choreographie, einer Inszenierung, einer Collage in der Montage. Die Verbindung von Bild und Ton entsteht im Kopf der Betrachter_innen. Ich biete kein Paket an, kein Gängelband, alles ist möglich, alles ist denkbar.
Im Ausstellungsraum des aut gehe ich einen Schritt weiter: „Der Ton liefert die Musik.“ Das Bild ist im Raum – der Film entsteht im Kopf. Mit jedem Schritt, mit jedem Blick ändert sich das Bild. Das Sprechen über Raum thematisiert hier einen bestimmten Kontext: Das Ausstellen. Die handelnden Personen sind definiert. Der Kurator, die Kuratorin und die Künstler und Künstlerinnen. Das, was wir hören, wird zum Ausstellungsgegenstand, thematisiert sich in der Ausstellung selbst. (Text: Sasha Pirker)